14 Nationen, 109 Vereine, 737 Athleten – auch in diesem Jahr wurden zu Ostern wieder die Copenhagen Open for Judo ausgetragen und 11 Kronshagener stellten sich dieser sehr skandinavischen Herausforderung. Bereits am 18. April machten sich viele auf den Weg, um das offizielle, abendliche Einwiegen für den folgenden Turniertag für die U12 und U18 nicht zu verpassen. Alle hatten ihr „geplantes“ Gewicht und starteten selbstbewusst in die Kämpfe. Gleich morgens gewann Sophie alle drei Begegnungen in der U12 und belegte folglich den ersten Platz in der Gewichtsklasse bis 28kg. Auch Tilda konnte mit zwei Ippon-Siegen gegen eine Dänin und eine Schwedin begeistern, unterlag jedoch einer Niederländerin im Finale, womit sie am Ende den zweiten Platz belegte.
Am frühen Nachmittag starteten dann die U18er in ihren Gewichtsklassen: Bela bis 55kg, Joel bis 60kg und Marco bis 81kg. Bela machte sich als Doppelstarter U15/U18 mit dem Kampfstil in der U18 vertraut, Joel verlor seinen ersten Kampf zwar gegen den späteren Zweitplatzierten Dänen Askham, gewann dann drei Kämpfe in der Trostrunde, musste sich schließlich leider dem Briten Campbell geschlagen geben. Marco hingegen gewann seinen Auftaktkampf gegen den Tschechen Pryzbyla, verlor dann gegen den Norweger Rabben. Im kleinen Finale unterlag er leider dem Schweden Hedenblad und belegte so den fünften Platz. Am Abend durften dann endlich die U15er Erik, Nikita und Felix sowie Liam als Ü18er auf die Waage. Im Gegensatz zu den beiden erstgenannten, die in der Gewichtsklasse +66kg antraten, war nun endlich auch für Felix (-50kg) und Liam (-60kg) die „Hungerzeit“ beendet und man genoss den sich anschließenden Abend ausgiebig zusammen.
Wie bereits der erste Turniertag begann auch der Samstag mit einer weiteren Goldmedaille für Sophie, dieses Mal in der Altersklasse U10: Ihre beiden ersten Kämpfe gegen junge Judoka aus Dänemark und von den Färöer-Inseln gewann Sophie souverän mit Ippon, im letzten Kampf der Vorrunde gegen eine Deutsche geriet Sophie in Rückstand, konnte dann zunächst ausgleichen, um in letzter Sekunde noch einen tollen Hüftwurf anzusetzen, den Sie kontrolliert zu einem blitzsauberen Ippon machte. Nach einem weiteren Ippon im Halbfinale gegen eine Dänin lieferte sie auch im Finale ab und bezwang ihre Gegnerin aus Großbritannien im Haltegriff. In der U15 starteten Bela und Felix. Bela gewann zunächst gegen den Briten Gregory, unterlag dann jedoch dem Dänen Erson. In der Trostrunde traf er dann direkt auf den späteren drittplatzierten Niederländer Kremer, den er nicht klar werfen konnte und somit unterlag. Auch Felix gewann seinen ersten Kampf gegen den Dänen Tralovic, unterlag dem Briten Hindle allerdings im Golden Score. In der Trostrunde bezwang er dann den Niederländer Leistra, musste sich jedoch dem Schweden Brandin geschlagen geben.
Erik und Nikita machten gemeinsam die +66kg-Klasse in der U15 unsicher. Sie starteten glücklicherweise in zwei getrennten Vierer-Pools, die beide mit einer hervorragenden Bilanz bestehend aus je drei Ippons als Gruppenerste verließen. Erik zog dann mit einem weiteren Ippon gegen den Tschechen Fulcenec ins Finale ein. Dort traf er auf den Deutschen Steigmann, der das Halbfinale gegen Nikita zuvor für sich entscheiden konnte. Erik meisterte auch diese Aufgabe und holte, zusätzlich zur bronzenen von Nikita, eine weitere Goldmedaille für den TSVK.
Liam und Moritz konnten sich dieses Mal bei den Erwachsenen nicht weiter vorne Platzieren, nutzten jedoch, wie auch Joel, Erik, Nikita, Felix und Sophie das zweitägige Randori-Camp unter der Leitung des 26-jährigen Judo-Superstars Tommy Macias (-73kg) aus Schweden (Platz 4 der IJF-Weltrangliste), ausgiebig.
Mit 3x Gold, 1x Silber und 1x Bronze belegte der TSV Kronshagen am Ende den 8. Platz im Vereinsranking von 109 Vereinen. Wie auch in den Vorjahren kommt im Rahmen dieser „Gruppenmaßnahme“ der Judosparte neben der sportlichen auch die soziale Komponente nicht zu kurz: Es wurde viel Zeit miteinander verbracht, die Abende waren fröhlich und lang, obendrein passt auch das Wettkampfergebnis – von einigen wenigen, strittigen Entscheidungen der Referees einmal abgesehen. Daher heißt es: „Auf geht’s! 402km über große Brücken durch Dänemark und auch das Osterfest 2020 in Kopenhagen feiern!“.
Ergebnisse U10) 1. Platz: Sophie Ye-Lin Damm (- 28 kg); U12) 1. Platz: Sophie Ye-Lin Damm (- 28 kg); 2. Platz: Tilda Buchmeyer (- 40 kg); U15) 1. Platz: Erik Dukow (+ 66 kg); 3. Platz: Nikita Nikitenko (+ 66 kg); TN: Bela Buchmeyer (- 55 kg), Kostja Buchmeyer (- 38 kg); Felix Damm (- 50 kg); U18) 5. Platz: Marco Schael (- 81 kg); TN: Bela Buchmeyer (- 55 kg), Joel Lennox Herrmann (- 60 kg); Erwachsene) TN: Moritz Bührmann (- 73 kg), Liam Herrmann (- 60 kg)
Bericht: Timo Damm